Ort Mönchengaldbach (D)
Auftraggeber Stadt Mönchengladbach
Beauftragung Städtebauliche Entwurfswerkstatt
Planungszeitraum November 2017
Planungsumfang ca. 5,2 ha
Team auböck + kárász Landschaftsarchitekten
3. Preis im Werkstattverfahren

Stadtkrone Maria-Hilf Areal

Die Leitidee „Stadtkrone“ Maria Hilf ist aus verschiedenen Assoziationen entwickelt. Das ehemalige Areal des Krankenhauses Maria Hilf befindet sich mit dem Alten Markt /Markthalle Kapuzinerplatz und der Citykirche auf einem zusammenhängenden Plateau, das zu den Rändern hin abfällt. Die historische Situation hat diese besondere Lage mit der ehemaligen Stadtmauer noch akzentuiert. Das Plateau wird mit einer Bebauung durch ein markantes Gebäudeensemble sichtbar gemacht und herausgestellt. Das Rückgrat der erhaltenswerten Bebauung des Krankenhauses wird mit den solitärhaften vorgestellten Gebäude in Wert gesetzt. Durch die freistehenden, z.T. überhöhten Baukörper wird der Eindruck einer ganz spezifischen Urbanität als einer Art „Krone“ – eingerahmt von Freiraum – herausgestellt.

Aus dieser Leitidee resultieren die vier städtebaulichen und gestalterischen Konzeptbausteine:

  • Stadtreparatur – Weiterbauen der Ränder
    Die vorhandene Raumtypologie der Blockränder wird beibehalten und weiterentwickelt. An der Aachener Straße, der Barbarossastraße, der Staufenstraße sowie zwischen Sandradstraße und Viersener Straße werden die Raumkanten arrondiert und durch eine Umlenkung in das Innere des Plangeländes weitergestrickt.
  • Scharniere – Gelenkpunkte
    An drei markanten Stellen im Übergang zwischen den öffentlichen Straßenräumen und dem Inneren des Plangeländes werden durch Versätze der Bebauung das Innere und das Äußere des Blocks verklammert.
  • Der grüne „Schal“
    Das vorhandene Grün wird erhalten, teilweise modelliert und zu einem zusammenhängenden „Schal“ weiterentwickelt, der sich einmal durch das gesamte Quartier zieht.
  • Plateau Bebauung
    Auf der oberen Plateau-Ebene wird eine eigenständige Typologie genutzt, um dieser räumlichen Situation eine Eigenständigkeit und eine Markanz zu verleihen. Die Art der Bebauung nutzt das Grün als Rand und Rahmen.

 

Das Gelände von Maria Hilf bietet ein binnenräumliches Potenzial hoher Freiraumqualität. Dieses bietet für das Grünsystem Mönchengladbachs Verknüpfungselemente und verbindet die Freianlagen von Süden nach Norden. Die Aachener Strasse und die Sandradstrasse werden durch Baumpflanzungen akzentuiert. Auch die Aufweitungen in den Übergangsbereichen zwischen Innen und Außen erhalten spezielle Gestaltungselemente, wie z.B. Amberbäume. Die Gärten an den Gebäuden sind als Wohnumfeld gestaltet; hier gibt es urbane Treffplätze. Erschliessungswege führen zu den Freiflächen im Hang und die Geländestufen werden punktuell begrünt. Die Abfolge an Freiräumen umgibt wie ein “grüner Schal“ locker die Neubauten. Ein Höhenweg mit Aussichtsplätzen führt entlang der Hangkante und bietet Sitzplätze mit interessanten Ein-und Ausblicken. Der wertvolle Baumbestand und die Reste der terrassierten Gartenanlage werden in die feingliedrige Hanggestaltung integriert. Eine Abfolge von Rampen, Stiegen, von Höhenwegen machen diesen öffentlichen Raum zu einem speziellen Erlebnis. Als Leitgehölze sind Linden, Silberahorn,Wildrosen und Eichblatthortensien vorgesehen. Blüte, Blatt und Duft begleiten die Bewohner und Besucher; ein Spielkonzept integriert das naturnahe Spiel für alle Generationen, es werden Pflanzflächen für urban gardening ermöglicht.

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