Ort Rostock (D)
Ausloberin WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH
Beauftragung städtebaulicher-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb
Planungszeitraum Oktober 2015 – Februar 2016
Planungsumfang ca. 9,7 ha

Rostock Werftdreieck

Mit der Entscheidung der Bürger Rostocks das Entwicklungsgebiet Werftdreieck in Rostock als gemischtes Stadtquartier mit Schwerpunkt Wohnen zu entwickeln, rückt der bevölkerungsreiche Stadtteil Kröpeliner-Tor-Vorstadt näher an die Warnow. Über das neue Werftdreieck hinweg wird das Wohngebiet am Thomas-Müntzer-Platz mit dem Entwicklungsgebiet HafenCity Rostock durch eine Nord-Süd-Verbindung verknüpft und somit eine Verbindung zur Promenade entlang der historischen Hafenanlagen in Richtung Innenstadt geschaffen. In Ost-West-Richtung wird die Verbindung vom Stadtteil Reutershagen mit dem Schwanenteichpark und die Wohngebiete am Botanischen Garten gestärkt, so dass die öffentlichen Räume im Werftdreieck nicht nur eine interne Erschließungsfunktion erfüllen, sondern auch das übergeordnete Wegenetzt stärken und neue Impulse für die Umgebung schaffen.

Die neu geplante Max-Eyth-Straße separiert das Plangebiet in einen westlichen und einen östlichen Teil. Das östlich gelegene Planungsgebiet bildet zusammen mit der Europäischen Fachhochschule  med und der neuen Bebauung am Platz des 17. Juni den Auftakt zu dem Wettbewerbsgrundstück. Die städtebauliche Dominante (acht Geschosse) an der Spitze des dreieckigen Grundstücks stuft sich in der Höhe bis zur neuen Planstraße ab und bildet somit den Übergang zu dem auf der westlichen Seite der Planstraße liegenden Wohngebiet. Den funktionalen Übergang zwischen dem Wohngebiet am Kayenmühlengraben und dem Kopf für Einzelhandel und Dienstleistung bildet eines der Studentenhäuser.

Das WIRO Kunden Center bildet den Kopf des Gebäudeensembles. Seine prädestinierte Lage, an der Spitze des Gebietes, in unmittelbarer Nähe der Straßenbahnhaltestelle, wie auch der direkt mit dem PKW anfahrbaren Besucherstellplätze im rückwertigen Bereich, ermöglicht eine hohe infrastrukturelle Anbindung für eine gute Kundenerreichbarkeit. Der Platz des 17. Juni wird durch eine neue dreieckige Platzgestaltung, die mit einer begehbaren Skulptur an die Bürgeraufstände erinnert, neu inszeniert. Der kleinteilige Einzelhandel in der Erdgeschosszone belebt den Platz.

Südwestlich des gesamten Bebauungsgebiets wird ein Grünraum als „grünes Band“ entwickelt, über das die Innenstadt mit dem Gewerbegebiet über einen Radschnellweg verbunden wird.

Das Wohnquartier westlich der neuen Planstraße gelegen, erhält am südlichen und westlichen Rand drei durchgehend viergeschossige Gebäuderiegel, die ein starkes Rückgrat ausbilden und das Quartier von den Schallemissionen der Lübeckerstraße und der S-Bahn abschirmt. Zugleich greifen sie die städtebauliche Struktur der Bauung am Thomas Müntzer Platz auf. Die geringeren Schallemissionen der Werftstraße können durch die geschlossene, viergeschossige Bauweise der 42m breiten Baufelder, der Parkhäuser, so wie dem Studentenwohnheim abgefangen werden.

An zentraler Stelle entstehen zwei Freiflächen: der Neptunpark und der Neptunplatz. Sie dienen als Mittelpunkt und Treffpunkt für die Bewohner des Quartiers, wie auch den Anwohner der näheren Umgebung. Östlich des Neptunparks gelegen befindet sich die Kindertagesstätte, die auf zwei Häuser (Kita für U3 und Kita für Ü3) verteilt ist.

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