Ort Konstanz (D)
Auftraggeber Stadt Konstanz
Beauftragung Städtebaulicher Wettbewerb
Planungsumfang ca. 121 ha
Planungszeitraum 2018
Team GREENBOX Landschaftsarchitekten

Nördlich Hafner Konstanz

Die landschaftlich attraktive Lage nördlich des Hafners, eingebettet in die natürliche Hügellandschaft des Bodanrücks ermöglicht die Entwicklung eines neuen hochwertigen Stadtteils.
Das Grundprinzip der neuen Stadtteilentwicklung ist der Ring um den Hafner, der den neuen Stadtteil im Osten und Westen an die bestehende Siedlung Wollmatingen anschließt. Im Zentrum zwischen Wollmatingen und dem neuen Stadtteil entsteht ein Bürgerpark auf dem Hafner als zentraler Freiraum mit verknüpfender Funktion.

Der Ring um den Hafer bildet das Grundgerüst an dem die verschiedenen Teilquartiere des neuen Stadtteils angegliedert sind. Grüne Finger, die zum Hafner führen gliedern den Stadtteil und vernetzen ihn mit der Landschaft. Dadurch entstehen übersichtliche Teilquartiere mit kleinen Quartiersplätzen und grünen Freiräumen. Das neue Stadtteilzentrum legt sich um die zentrale Grünachse, welche den Hafner mit der Landschaft im Norden verknüpft und bildet die Schnittstelle zwischen zentraler Grünachse und dem Ring. Im Inneren des Rings erstreckt sich der Bildungscampus zwischen Zentrum und den Sport- und Freizeitflächen im Osten.

Der zentrale Freiraum ist der Bürgerpark Hafner. Dieser ist als frei zugänglicher Wiesen und Waldbereich mit Aussicht nach Süden konzipiert. Er wird von Kleingärten, Nachbarschaftsgärten und Spielbereichen flankiert und dient darüber hinaus selbst als Ort für informelles Spielen. Vom Bürgerpark Hafner gehen gliedernde Grünfinger aus, die Freiraumqualitäten in alle Quartiere bringen. Von besonderer Bedeutung ist die zentrale Grünachse, die als Stadtteilpark durch das Zentrum führt und den Hafner mit dem Vochenberg und der freien Landschaft vernetzt. In diesem Grünraum, an der Schnittstelle zum Ring um den Hafner, entsteht der zentrale urbane Freiraum als Stadtteilplatz. Ergänzend dazu finden sich in allen Teilquartieren kleinere Nachbarschaftsplätze.

Ein dichtes Netz von Fuß- und Radwegen erschließt den neuen Stadtteil und knüpft an bestehende Fuß- und Radwegeverbindungen an. Der innere Ring um den Hafner verbindet funktionale Teilbereiche wie das Stadtteilzentrum, den Bildungscampus oder die Sport- und Freizeitanlagen und ermöglicht eine Fuß- und Radwegeerschließung nach Wollmatingen. Um den neuen Stadtteil an die Innenstadt Konstanz und den Bahnhaltepunkt Wollmatingen anbinden zu können, sieht das ÖPNV-Konzept eine Neutrassierung und Erweiterung der bestehenden Linien vor. Über den gesamten Stadtteil ist ein System multimodaler Knoten verteilt um den Wechsel der Verkehrsträger zu fördern und einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität im neuen Stadtteil zu leisten.Ausgehend vom Ring um den Hafner führen drei Magistralen an die neue Ortsumfahrung L221. Diese Magistralen bilden die Haupteingänge in den Stadtteil und erschließen die drei Teilquartiere.

Im Zentrumwerden die öffentlichen und zentralen Funktionen des neuen Stadtteils konzentriert. Neben dem Quartierstreff mit der Stadtbücherei bilden aktive Erdgeschosszonen mit Handel, Gastronomie, sozialer und medizinischer Infrastruktur einen bunten Nutzungsmix. Sie bespielen den öffentlichen Raum, vor allem im Bereich des Stadtteilplatzes und entlang der Hauptachsen.Der Bildungscampus erstreckt sich innerhalb des Rings um den Hafner. Ausgehend vom Zentrum werden Grundschule, Gymnasium, Förder- und Waldorfschule sowie die dazugehörigen Sporthallen angeordnet. Der Bildungscampus wird mit den Spiel- und Sportbereichen am Hafner und dem östlichen Teilbereich verwoben. Entlang der Hauptzufahrten in das Gebiet – den Magistralen– entstehen attraktive Gewerbeadressen. Diese Mischnutzungsbereiche ermöglichen Büronutzung und Dienstleistung, sowie aktive Erdgeschosszonen.

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